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Stabile Mitgliederzahlen und Vorfreude aufs grösste Schweizer Pfadilager

15. November 2021

Am Wochenende vom 13./14. November 2021 trafen sich 150 Delegierte sowie mehr als 50 weitere Ehrenamtliche zur Delegiertenversammlung der Pfadibewegung Schweiz in Vaumarcus NE. Neben dem persönlichen Austausch standen insbesondere das Bundeslager, das im Sommer 2022 stattfinden wird, Wahlen, sowie ein frischer visueller Auftritt der Pfadibewegung Schweiz im Zentrum.

Pfadis stimmen an der DV 2021 ab

Aufgrund der Coronapandemie fanden seit März 2020 alle Anlässe der Bundesebene der Pfadibewegung Schweiz (PBS) ausschliesslich digital statt. Deshalb wurde der persönliche Austausch über die Sprach- und Kantonsgrenzen hinaus an der diesjährigen Delegiertenversammlung in Vaumarcus NE umso mehr geschätzt. Die Delegierten erhielten Informationen über die Entwicklung aktueller Projekte und der Verbandsstrukturen und wählten als Abschluss auch den Vorstand der PBS für die nächsten zwei Jahre.

Stabile Mitgliederzahlen trotz Pfadi-Lockdown

Seit Ausbruch der Coronapandemie gelten auch für die Pfadi spezielle Regeln. Unterdessen können zwar wieder Pfadiaktivitäten und sogar Lager und Kurse stattfinden, nichtsdestotrotz müssen weiterhin die vorgegebenen Schutzkonzepte eingehalten werden. Die über 10'000 in der Schweiz engagierten jungen Pfadileitenden setzen die sich laufend ändernden Vorgaben vorbildlich um und waren auch in den Zeiten, in denen Pfadi physisch nicht stattfinden konnte, eine wertvolle Unterstützung in der Gesellschaft.

Die Mitgliederzahlen der PBS sind trotz dem Ausfall der Pfadiaktivitäten über mehrere Monate 2020 stabil geblieben. Per 01.01.2021 zählte sie insgesamt 48‘745 Mitglieder. Das sind knapp mehr Mitglieder als im Vorjahr (+310 Personen, +0.6%). In den vergangenen zehn Jahren sind die Mitgliederzahlen der PBS um rund 14% gestiegen.

Als Auswirkung der eingeschränkten Pfadiaktivitäten waren die Zahlen bei den jüngsten Mitgliedern, bei den Bibern und Wölfen (5–10 Jahre), im letzten Jahr rückläufig. Dies ist wohl auf die fehlenden Möglichkeiten zum Einstieg in die Pfadi zurückzuführen. So fanden bei vielen lokalen Pfadigruppen 2020 keine oder nur eingeschränkte Schnuppertage statt. Erfreulich ist hingegen, dass die Mitgliederzahlen bei den älteren Pfadis sowie Leitenden konstant blieb.

Neuer Wind beim visuellen Auftritt

Den Teilnehmenden der Delegiertenversammlung wurde am Wochenende erstmals das neue Logo der Pfadibewegung Schweiz präsentiert. Dieses wird flächendeckend ab dem 1. Januar 2022 eingeführt. Wichtig bei der Erarbeitung des neuen Logos war, die Tradition von Lilie und Kleeblatt, welche für den ehemaligen Jungen- respektive Mädchenbund stehen, beizubehalten. Neu werden Lilie und Kleeblatt aber in einer Form vereint, um zu zeigen, dass beide zusammengehören – was seit der Fusion der beiden nationalen Bünde 1987 auch so gelebt wird.

Vorstandsmitglieder bestätigt

Auf der Traktandenliste standen ebenfalls die Vorstandswahlen. Alle bisherigen Mitglieder des strategischen Leitungsorgans der PBS, die erneut für eine Amtszeit von zwei Jahren kandidierten, wurden wiedergewählt. Die Delegierten haben sowohl das Co-Präsidium um Barbara Blanc und Philippe Moser, wie auch die Vorstandsmitglieder Ariane Hanser, Christian Trachsel, Olivier Funk und Samuele Barenco bestätigt. Nicht mehr zur Wahl angetreten ist Andreas Zuber, der nach sechs Jahren den Vorstand verlässt. Sein freier Sitz wurde nicht besetzt.

Das Bundeslager 2022 biegt auf die Zielgerade ein

Der Delegiertenversammlung konnte vom Bundeslager die freudige Botschaft überbracht werden, dass sämtliche Verträge mit den Platzbewirtschafter*innen unterschrieben wurden. Somit ist der Weg frei für 30 000 Pfadis, welche sich im Sommer 2022 ins Goms VS begeben und dort gemeinsam während zwei Wochen das Bundeslager erleben. Als Vorgeschmack auf das Bundeslager wurde den Delegierten zudem der Lagersong live präsentiert.

Die rund 500 Ehrenamtliche biegen nun auf die Zielgerade in der Organisation des Lagers ein und arbeiten weiterhin mit viel Engagement und Tatendrang für das grösste je in der Schweiz durchgeführte Lager.