Projekt cudesch digital
Viele Jahre lang hat uns der gelbe cudesch-Ordner durch die Kurse begleitet – und dabei einige Pfadis beim Rucksackpacken zur Verzweiflung gebracht. Das wird sich in Zukunft ändern. Auf vielfachen Wunsch hat die PBS entschieden, dass die Ausbildungsliteratur digitalisiert wird.
So entsteht der cudesch digital
Als Projektteam entwickeln wir den cudesch digital nicht für uns selbst, sondern primär für Leitende und Teilnehmende in den Ausbildungskursen der PBS. Ihre Bedürfnisse sind darum auch zentral für das Projekt.
Um diese herauszufinden, haben wir verschiedene Instrumente genutzt – Umfragen bei den Nutzen, Interviews mit Kursleitungsteams sowie unzählige Besuche an Konferenzen und in Ausbildungskursen. All diese Erkenntnisse haben wir besprochen, priorisiert und in einem Anforderungskatalog festgehalten.
Zusätzlich haben wir Prototypen gebastelt (am Computer und auf Papier) und unsere Wunschvorstellung vom digitalen cudesch entwickelt.
Nachdem wir die Bedürfnisse und Anforderungen definiert haben, ging es darum, eine passende Software zu finden. Dazu haben wir im Projektteam insgesamt 20 unterschiedliche Lösungen getestet und bewertet. Dabei spielten auch die IT-Richtlinien der PBS eine wichtige Rolle.
Am Ende haben wir uns für die Open Source-Software BookStack entschieden. Besonders überzeugt hat sie uns durch die nutzerfreundliche Bedienung, das ansprechende Layout und die Möglichkeit von individuellen Weiterentwicklungen.
Damit die gewählte Software noch besser unseren Bedürfnissen entspricht, haben wir mit individuellen Anpassungen begonnen. Dafür arbeiten wir mit der Firma peaknetworks zusammen, welche den Betrieb der Plattform übernimmt und unsere Entwicklungswünsche umsetzt.
Die grösste Arbeit aber ist die Integration der Inhalt in den neuen cudesch digital. Nicht alles lässt sich 1 zu 1 von einer gedruckten Broschüre auf eine Webseite übertragen. Als Projektgruppe sind wir darum viel im Austausch und suchen die besten Lösungen, die übersichtlich sind und auf verschiedenen Geräten funktionieren.
Der grosse Meilenstein – die Inhalte sind bereit, die Funktionen getestet und bereit für eure Kurse! Wir geben uns bestes, dass wir unseren Zeitplan einhalten und auf diesen Erfolg anstossen können! 🙌
Sobald es soweit ist, informieren wir euch via Newsletter und über die sozialen Medien!
Das Projekt
Der cudesch wird also digital. Aber was bedeutet das überhaupt? Welche Aufgaben muss er erfüllen, wie soll er aussehen? Wie und wo wird er verwendet? Und welche Inhalte gehören in so einen cudesch?
All diesen Fragen, und einigen mehr, stellen wir uns als Projektteam. Uns ist es wichtig, dass der digitale cudesch mehr als nur ein PDF auf einer Dateiablage wird. Gleichzeitig wissen wir, dass wir allein nicht beurteilen können, was es dafür alles braucht.
Deshalb ist es uns sehr wichtig, dass wir genau die, die den cudesch brauchen, so eng wie möglich in das Projekt einbinden können. Der neue cudesch soll so nah wie möglich an euren Bedürfnissen sein, in den Kursen wie auch in der Planung von Lagern und Aktivitäten.
Mit dieser Vision und einer grossen Portion Respekt stellen wir uns der Aufgabe, den cudesch zu erneuern und euch eine digitale Lösung ab der Kurssaison 2026 anbieten zu können.
Übrigens: Ähnliche Projekte gibt es bei J+S, und auch bei anderen Jugendverbänden wie der Jubla.
Cudesch digital in Ausbildungskursen
Diese Sammlung ist eine Inspirationsquelle für euch als Kursteam. Entdeckt das Potenzial des neuen, digitalen cudesch und wie er eure Arbeit in Zukunft einfacher und vielseitiger machen kann.
Dies ist kein Regelwerk, sondern eine Ideensammlung. Die folgenden Beispiele sollen euch inspirieren und neue Perspektiven aufzeigen. Eure Freiheit und Kreativität bei der Kursgestaltung stehen dabei immer im Zentrum. Gestaltet eure Kurse so, wie sie für euch und eure TN am besten sind!
Wir haben einige bekannte Situationen aus dem Kursalltag herausgegriffen und zeigen euch, wie ihr sie mit dem digitalen cudesch neu oder einfacher meistern könnt.
Viel Spass beim Ausprobieren!
Bisher hiess es oft «… und das könnt ihr auf Seite 13 der Broschüre Sicherheit nachlesen.». Mit dem digitalen cudesch funktioniert das nicht mehr so. Bereitet euch darauf vor, anders auf Inhalte zu verweisen.
Wenn auf ein bestimmtes Kapitel verwiesen wird, kann man die entsprechende Broschüre nennen und erklären, wo der gesuchte Inhalt auffindbar ist.
Alternativ könnt ihr die Verweise auch vorbereiten:
- Für die Arbeit mit einem digitalen Kursbüchli oder einer Kurswebseite eignen sich Direktlinks am besten.
- Für gedruckte Kursbüchli oder mündliche Hinweise eignen sich QR-Codes – diese könnt ihr direkt im cudesch erstellen lassen. Die Option wird angezeigt, wenn die gewünschte Stelle markiert wird.
Neu ist es auch möglich, im cudesch nach Begriffen zu suchen. So können gezielt Themen gefunden werden, aber es macht auch das Stöbern und Entdecken möglich. Das ist ideal, um zu sehen, wo Inhalte miteinander verknüpft sind und vernetztes Wissen aufzubauen.
Der digitale cudesch ermöglicht neue Weisen, Inhalte aufzubereiten und soll nicht dazu führen, dass viel Zeit vor Bildschirmen verbracht wird. Als Kursteams ist es an euch, die Inhalte spannend und praxisnah zu vermitteln.
QR-Codes oder Links zu bestimmten Kapiteln können auf Postenblättern, Gegenständen oder Plakaten angebracht werden, sodass Gruppen mit dem Smartphone gezielt kurze Abschnitte abrufen können. So wird das Nachschlagen Teil eines Ausbildungsblocks. Auch Reflexionsfragen, kleine Aufgaben oder Rätsel lassen sich mit passenden cudesch-Stellen verknüpfen und der cudesch wird so zum Begleiter im Gelände.
Inhalte aus dem cudesch lassen sich einfach rauskopieren. So können Texte und Bilder zu einem oder mehreren Themen gesammelt und als Plakat zusammengestellt werden (auf Papier oder digital mit diversen Programmen).
Plakate können durch Kursteams erstellt werden oder TN können Plakate in Kleingruppen erarbeiten.
Diese Methode ist altbekannt – die TN können sich super in Kleingruppen mit einem Thema auseinandersetzen und das vertieft bearbeiten. Danach können die Gruppen durchmischt werden für den Austausch oder es kann in irgendeiner Form präsentiert werden (Theater, Plakate etc.).
Mit einem Quiz oder Spiel können zentrale Inhalte und Erkenntnisse nochmals aufgegriffen und gefestigt werden.
- Quiz: Die Quizfragen können durch das Kursteam erstellt und mit einer spannenden, auflockernden Methode durchgeführt werden (1, 2 oder 3, Kahoot etc.).
- Domino: Auch hier braucht es Fragen und Antworten. Auf jeder Karte (Dominostein) steht eine Frage auf der rechten Seite. Die Antwort zu dieser Frage steht auf der linken Seite eines anderen Steins. Beim Spielen werden die Steine so aneinandergereiht, dass jede Frage mit der richtigen Antwort verbunden ist.
- Memory: Durch das Exportieren von gezielten Bildern, Überschriften oder Textabschnitten kann auch ein Memory erstellt werden, bei dem zum Beispiel immer ein Bild zu einem Text gehört.
In der Broschüre Ausbildungsblöcke planen, durchführen und auswerten findet sich eine Methodensammlung im Anhang.
Team
Unser Team besteht zurzeit aus sechs Personen mit unterschiedlichen Hintergründen.
Lukas / Omicron
Simulationsingenieur
Roman / Aluco
Primarlehrer
Marine / Daine
Architektin
René / Figaro
Informatiker
Alexander / Gecko
Serviceingenieur
Philipp / Scattle
Finänzler und ITler
